Organisation
Am 24. Juni 2004 war es soweit. Oberbürgermeister und Landräte aus dem Großraum Nürnberg unterzeichneten in der Regionalkonferenz "Eine Metropolregion tritt an" eine gemeinsame Resolution und legten damit den Grundstein für die Europäische Metropolregion Nürnberg, kurz EMN.
Fast ein Jahr später, am 28. April 2005, hat die Ministerkonferenz für Raumordnung, kurz MKRO, der Region Nürnberg den Titel "Metropolregion" zugesprochen. Damit ist die Region rund um Nürnberg offiziell in die Champions League der europäischen Wirtschaftsregionen aufgestiegen. Am 12. Mai 2005 wurde dann die Charta der Metropolregionen durch rund 60 regionale Vertreter aus Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Kultur unterschrieben. Damit bekundeten sie ihren Willen zur Zusammenarbeit und legten Prämissen, Funktionen und Aufgaben der Metropolregion Nürnberg fest. Seit Mai 2005 ist die EMN Mitglied im Initiativkreis europäischer Metropolregionen in Deutschland. Im europäischen Verbund der Metropolregionen METREX arbeitet die Metropolregion Nürnberg bereits seit 2003 mit.
Die Organisation der EMN gilt als innovatives Beispiel städteregionaler Selbststeuerung, neudeutsch der metropolitanen Governance. Kernidee ist, dass Vertreter aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen – Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Kultur und Sport – gemeinsam Verantwortung für die Region übernehmen.
Den demokratischen Legitimationskern der Metropolregion Nürnberg bildet der Rat, in dem 54 Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte zusammenarbeiten. Dazu gehören als kooptierte Mitglieder zwei Mitglieder der bayerischen Staatsregierung mit fränkischem Wohnsitz sowie je ein Präsident als Vertreter der vier betroffenen Bezirkstage und vier Regierungsbezirke.
Jedem Forum steht ein Leitungsgremium vor, bestehend aus einem politischen Sprecher, einem fachlichen Sprecher sowie einem Geschäftsführer.
Im Steuerungskreis der Metropolregion bereiten die Leitungsgremien der Foren gemeinsam mit dem Ratsvorsitz strategische Empfehlungen für den Rat vor, koordinieren Projekte und besprechen aktuelle Themen.




















